Pflege für die Ohren - der Pflege-Onkologie-Podcast

Harnblasenkrebs

Harnblasenkrebs

Die Urologin Frau Dr. med. Susan Foller fasst in dieser Folge aktuelles Wissen zum Thema Blasenkrebs zusammen. Sie erklärt die wichtigsten Charakteristika nach denen Harnblasenkarzinome eingeteilt werden können und geht auf die Häufigkeit und Verteilung der Erkrankung in der Bevölkerung ein. Sie zeigt auf, welche Risikofaktoren zur Entstehung eines Blasenkarzinoms beitragen und welche Faktoren für eine Verlaufsprognose herangezogen werden können. Nachdem erste Symptome, die den Verdacht auf Blasenkrebs begründen, genannt sind, beschreibt Frau Foller Therapieoptionen beim Blasenkrebs und erklärt, unter welchen Voraussetzungen und zu welchem Zeitpunkt klassische und neuartige Behandlungen zum Einsatz kommen können. Abschließend weist sie auf die besondere Beteiligung von Pflegekräften in der prä- und postoperativen Versorgung von Patient:innen mit Harnblasenkarzinomen hin.

OncoCoach: Innovative Rolle in der hämatologischen und onkologischen Pflege

Beschreibung Herr Dr. med Manfred Welslau aus Aschaffenburg erzählt in dieser Folge was ihn dazu bewegt hat, an der Etablierung einer zusätzlichen Rolle im hämatologischen und onkologischen Team mitzuwirken: dem OncoCoach. Er berichtet von seinen Erfahrungen in den Erstgesprächen bevor OncoCoaches sein Team unterstützten und wie sich die Patient:innenversorgung seither positiv entwickelt hat. Er erläutert, welche Tätigkeiten Bestandteil der innovativen Betreuungsrolle sind, inwiefern damit eine bessere Strukturierung im Praxisalltag gelingt und welche Vorteile sich hinsichtlich der palliativen Integration ergeben. Er berichtet von der Gründung der OncoCoach Akademie in Frankfurt und geht auf die Schwerpunkte und Inhalte der Fortbildung ein. Abschließend fasst er kurz zusammen, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um die Fortbildung zum OncoCoach absolvieren zu können.

Therapiemöglichkeiten der AML

In der zweiten Podcast-Folge mit Herrn Dr. med. Olav Heringer, dem Facharzt für internistische Onkologie und Hämatoonkologie in Wiesbaden, werden die möglichen Therapiewege bei Patient:innen mit Akuter Myeloischer Leukämie (AML) beleuchtet. Zunächst erklärt er die verschiedenen möglichen Therapiephasen bei AML: von der Induktionstherapie über Konsolidierungs- und Erhaltungstherapie bis hin zur Stammzelltransplantation. Dabei geht er darauf ein, was die jeweilige Therapie konkret im Körper der Patient:innen bewirkt und welche Kombi-Therapien gängig sind. Er berichtet über die Heilungschancen von AML-Patient:innen und den Herausforderungen in der Therapie und erläutert, warum Pflegekräfte wichtige Partner für Patient:innen sind und warum gerade bei AML meist enge Patient:innen-Bindungen entstehen. Abschließend geht er auf Informations- und Fortbildungsmöglichkeiten für Pflegekräfte zur AML ein und erklärt, warum er selbst sich besonders für ambulante Versorgungsangebote bei AML einsetzt.

AML – Akute Myeloische Leukämie

Herr Dr. med. Olav Heringer ist Facharzt für internistische Onkologie und Hämatoonkologie in Wiesbaden und widmet sich in dieser Folge dem Erkrankungsbild der Akuten Myeloischen Leukämie (AML). Er erklärt, was bei der Erkrankung mit den Blutzellen im Körper passiert und welche Symptome sich bei Betroffenen zeigen. Nachdem er über die Krankheitsentstehung und bekannte Risikofaktoren berichtet hat, geht er näher auf die Diagnostik der AML ein. Er veranschaulicht, welche zahlreichen und vor allem wichtigen Aufgaben der Pflege in der Betreuung von Patient:innen mit AML zukommen und geht besonders auf die emotionale Unterstützung ein. Abschließend zeigt er auf, warum die Situation meist für Angehörige noch schwieriger als für die Patient:innen selbst ist und gibt Tipps, wie Pflegekräfte hier gezielt unterstützen können.

Tumoren des oberen Gastrointestinaltrakts: Risikofaktoren, Behandlung, Herausforderungen für die Pflege

In dieser Folge gibt uns Herr Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums (UCCL) am Universitätsklinikum Leipzig, einen Überblick über die Krebserkrankungen des oberen gastrointestinalen (GI) Traktes; insbesondere erfolgt der Blick auf den Speiseröhren- und Magenkrebs. Er erläutert die Erscheinungsformen innerhalb der Gruppe der GI-Tumoren, gibt aktuelle Zahlen zu Erkrankungshäufigkeiten wieder, zeigt die sehr unterschiedlichen Risikofaktoren auf und geht auf die Besonderheiten von Speiseröhren- und Magenkrebs ein.
Anhand von Diagnosezeitpunkt und Stadium schildert er die verfügbaren Behandlungsmethoden und beschreibt die Herausforderungen für die Pflege in der Betreuung von Patient:innen mit Krebs im oberen GI-Trakt. Er geht darauf ein, warum diese Patient:innen in besonderem Maß auf die Pflegekräfte angewiesen sind und gibt abschließend eine Reihe von wichtigen Tipps für den Pflegealltag mit auf den Weg.

Diarrhö als Nebenwirkung von Krebstherapien

Frau Susanne Kelber ist Pflegefachkraft für Onkologie und Palliative Care und erläutert in dieser Folge, warum Durchfall bei Krebspatient:innen nicht gleich Durchfall ist und wie man in der Pflege reagiert, wenn er als Nebenwirkung der Krebstherapie auftritt. Zunächst gibt sie einen Überblick über mögliche Ursachen einer Diarrhö und erklärt, welche Krebstherapien Diarrhoe besonders fördern und welche Substanzen prophylaktisch oder akut gegeben werden können. Darüber hinaus beleuchtet sie die Immuntherapie im Detail und beschreibt ihre Funktionsweise und deren Zusammenhang zum Auftreten und Verlauf einer immuntherapiebedingten Diarrhö. Zudem gibt sie einen praktischen Überblick, was für die Pflegeberatung hilfreich ist: Was tut den Patient:innen gut? In welchen Punkten sollten sie aufgeklärt und geschult werden? Was kann den Patient:innen an die Hand gegeben werden? Auf welche Veränderungen sollten sie besonders achten? Wann muss bei Durchfall schnell reagiert werden? Abschließend geht sie auf das wichtige Thema Kommunikation ein und erklärt, warum Patient:innen mehr als nur Informationen benötigen und wie das in der Praxis funktionieren kann.

CAR-T-Zelltherapie: „Die Pflege sagt, wo es langgeht!“

In der zweiten CAR-T-Podcast-Folge beschreibt Prof. Dr. med. Francis Ayuk, leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit den Schwerpunkten Hämatologie und internistische Onkologie, den Stellenwert der Pflege bei der CAR-T-Zell-Therapie mit folgenden Worten: „Die Pflege sagt, wo es langgeht.“ Nachdem er auf den Ablauf der Therapie eingeht, erklärt er, welche Komplikationen auftreten können und inwiefern bereits kleinste Anzeichen Aufschluss auf z. B. neurologische Nebenwirkungen geben können. Er schildert, welchen wichtigen Beitrag die Pflege bei therapieassoziierten Nebenwirkungen der CAR-T-Zell-Therapie leisten kann. Anhand anschaulicher Praxisbeispiele schildert er, worauf Pflegekräfte bei Patient:innen mit CAR-T-Zell-Therapie besonders achten sollten, damit eine gute Versorgung sichergestellt werden kann.

CAR-T-Zell-Therapie: Basiswissen

Prof. Dr. med. Francis Ayuk ist leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf mit den Schwerpunkten Hämatologie und internistische Onkologie. Er ist Spezialist auf dem Gebiet der CAR-T-Zell-Therapie, die er in dieser ersten Folge genauer beleuchtet. Zu Beginn erklärt er, wie sich der Name dieser Zelltherapie zusammensetzt und wofür „CAR“ steht. Er beschreibt den komplexen Ablauf des Herstellungsprozesses, schildert, wie genau die Zellen gentechnisch dazu befähigt werden, die Krebszellen der Patient:innen gezielt zu bekämpfen und zeigt auf, warum diese Art der Krebsbekämpfung so vielversprechend ist. Anhand eines bewegenden Patient:innenfalls zeigt er die Möglichkeiten der neuartigen Therapieoption auf.

NSCLC: Überblick, Rückblick und Fortschritte

Dr. Sylke Kurz ist Oberärztin an der Evangelischen Lungenklinik in Berlin und Fachärztin für Lungen- und Bronchialheilkunde. In dieser Folge widmet sie sich dem NSCLC – der häufigsten Form von Lungenkrebs – und den Fortschritten der Therapieoptionen in den letzten 10 Jahren. Zunächst gibt sie eine kurze Begriffsdefinition, unterscheidet zwischen den beiden Hauptformen des Lungenkrebses und gibt einen Überblick über die Häufigkeiten in der Bevölkerung. Sie geht auf Risikofaktoren ein, die Lungenkrebs begünstigen, schildert typische Diagnostikwege von Patient:innen sowie häufige Symptome und geht schließlich auf die 3 Säulen der Krebstherapie ein. Sie beschreibt ausführlich, inwieweit sich die einzelnen Bereiche zur Behandlung von Lungenkrebs weiterentwickelt haben und welche Bedeutung das für Krebspatient:innen aber auch für Pflegekräfte im Alltag hat. Abschließend betont sie den Stellenwert von Fortbildungen für onkologische Pflegekräfte, um den Fortschritt in der Krebsbehandlung auch von pflegerischer Seite optimal unterstützen zu können.

Adhärenz bei antitumoralen Therapien

Frau Anja Wesemann ist onkologische Fachpflegekraft und Diplom-Pflege- und Gesundheitswissenschaftlerin und widmet sich in dieser Folge dem wichtigen Thema Adhärenz. Sie verdeutlicht den Unterschied zwischen Adhärenz und Compliance und beschreibt, inwieweit Therapien, wie z. B. die Immuntherapie, die im ambulanten Setting durchgeführt werden, die Beratungsrolle der Pflege verändern und die Eigenverantwortung der Patient:innen für die eigene Therapie steigern. Frau Wesemann vermittelt hilfreiche Tipps zur Förderung der Therapieadhärenz in der Praxis: Sie erklärt, warum die Ermittlung der Motivation der Patient:innen, der Einstellung zur und des Verhaltens in der Therapie wichtig für eine gute Begleitung der Patient:innen ist. Außerdem berichtet sie, inwieweit die Pflegeanamnese eine entscheidende Rolle spielt und warum sie dabei das Motto „back to the roots“ empfiehlt. Abschließend werden die Inhalte der Pflegeausbildung mit Blick auf die Therapieadhärenz beleuchtet und die Entwicklung der Pflegefachkraft hin zu einem Patient:innen-Coach diskutiert.